Ein großzügiger Swimmingpool mit mediterranem Flair.

Badespaß im eigenen Garten – Teil I

Grundsätzliche Überlegungen zum eigenen Swimmingpool

„Der Swimmingpool präsentiert sich Ihnen den größten Teil des Jahres mit geschlossener Abdeckung.“ Dies ist meine erste Bemerkung, wenn Bauherren den Bau eines Swimmingpools im Garten in Erwägung ziehen. Dessen sollte man sich bewusst sein, besonders wenn der Pool unmittelbar an der Terrasse errichtet werden soll.

Nutzungsweise
Ehe man sich zu der Anschaffung eines Pools entschließt, sollte geklärt sein, ob er ausreichend genutzt werden wird. Damit klärt sich auch, wer den Pool wann und wie nutzt:

  • Sportliches Schwimmen
  • Spiel und Spaß
  • Atmosphäre

Auch von der Nutzungsweise hängt die Positionierung ab. Um die Atmosphäre eines Pools zu genießen, sollte er in Terrassennähe sein. Zum Toben und Plantschen der Kinder ist ein eigener Gartenraum vielleicht geeigneter. Auch als Blickpunkt kann ein Pool dienen und sollte dementsprechend überlegt platziert werden.

Eignung des Grundstücks
Daran schließt sich die Frage an, ob das Grundstück für den Bau eines Pools geeignet ist. Eine geschützte, sonnige Lage ist ideal, insbesondere wenn die Sonne in der ersten Tageshälfte den Pool angenehm aufwärmt. Laubbäume, die das Becken verschatten und zu Laubeintrag in den Pool führen, sind eher ungünstig. Soll ein Pool auf einem Hanggrundstück gebaut werden, ergeben sich spannende Lösungen, gleichwohl ist eine ebene Fläche einfacher und kostengünstiger zu bebauen. Als Voraussetzung muss die Tragfähigkeit des Baugrunds gegeben sein.

Poolart
Einem klassischen Swimmingpool steht ein sogenannter Naturpool gegenüber. Ersterer wird mit Chlor oder Salzen als Desinfektionsmittel mit sehr klarem Wasser dienen. Letzterer zeichnet sich durch Wasserreinigung auf organisch-biologische Weise aus, wie bei einem Schwimmteich. Das Wasser wirkt etwas trübe und Biomasse kann sich an den Beckenwänden absetzen. Das muss man mögen und den erforderlichen Pflegeaufwand berücksichtigen. Beim Naturpool lässt sich das Wasser meist nur begrenzt erwärmen, da sonst das biologische Gleichgewicht zerstört wird.

Kosten und Budget
Die Poolhersteller nennen die Kosten für ihre Leistungen. Das sind die Lieferung und Montage der Technik, der Folie und der Wände. Die Bodenplatte ist manchmal eingeschlossen, manchmal bauseits vorausgesetzt. In allen Fällen kommen Kosten für Aushub und Abfuhr dazu. Je nachdem, ob die Pooltechnik im Haus integriert wird oder ein eigenes Technikhaus im Garten bekommt, sind zusätzliche Kosten für die anderen Gewerke einzukalkulieren.
Zusätzlich zu den einmaligen Baukosten müssen die wiederkehrenden Kosten für Wartungsarbeiten, Energie, Filter- und Reinigungsmittel sowie möglicherweise den Service einkalkuliert werden.

Genehmigung
In Bayern sind Schwimmbecken bis 100 m3 grundsätzlich genehmigungsfreie Bauten, außer im Außenbereich oder durch Festsetzungen im Bebauungsplan. Dies ist in der Bauordnung der Bundesländer geregelt. Im Zweifelsfall erkundigen Sie sich bei der zuständigen Behörde oder ziehen einen Garten- oder Landschaftsarchitekt zu Rate.

Betrieb und Pflege
Die Größe des Pools hat einen entscheidenden Einfluss auf den Umfang der Wartungs- und Reinigungsarbeiten und die Betriebskosten. Für die Wasseraufbereitung eines klassischen Pools werden Zusätze wie Chlor benötigt. Ein Roboter zur Reinigung des Beckens erleichtert den Pflegeaufwand, regelmäßiges Reinigen des Skimmers und Filters sind erforderlich.

26. April 2017
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