Ein Jahr altes Cumaru Hartholz in Kombination mit Dolomit

Terrassenbelag aus Holz

Ein Terrassenbelag aus Holz

Aspekte bei der Materialauswahl für die Terrasse

„Holz oder Stein, was sollen wir für unsere Terrasse verwenden?“ Mit dieser Frage werde ich als Gartendesignerin häufig konfrontiert. Scheint vielen Bauherren Holz charmanter, naturnäher und gleichzeitig moderner, während die Steinplatte etwas altmodisch wirkt, sollte die Entscheidung für oder wider Holz auch andere Aspekte berücksichtigen.

Vorweg eine Aussage, die überraschen mag, bei der Materialentscheidung aber zu bedenken ist: „Holz ist kein Barfuß-Boden”. Sind Sie überrascht oder haben Sie sich schon einmal einen Splitter oder Spreißel – wie man hier in Bayern sagt – in den Fuß gezogen?

Klimatische Einflüsse: Holz neigt auf Grund der Witterungseinflüsse zum Quellen und Schwinden. Dadurch entstehen Haar-Risse oder sogar Splitter, die je nach Holzart unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Tropische Harthölzer neigen weniger stark zur Rissbildung als beispielsweise heimisches Lärchenholz. Jedes Holz neigt unter Lichteinwirkung zum Vergrauen und bekommt in den meisten Fällen eine silbrige oder silbergraue Patina. Was dem einen gefällt, sieht für den anderen bereits vernachlässigt aus. Bei Nadelhölzern sind auch Harzaustritte möglich.

Der Standort: In schattigen Bereichen wie an der Nordseite eines Hauses, sollte man auf den Bau einer Holzterrasse verzichten. Das Holz trocknet hier zu langsam ab, wodurch es nicht nur vermoost sondern auch an Lebensdauer verliert. Holz hat eine temperaturausgleichende Wirkung. Es heizt sich unter Sonneneinstrahlung nicht zu stark auf, während es bei kühleren Temperaturen noch angenehm warm ist.

Die Pflege: Man kann Holzterrassen ölen. Dadurch bleibt der Holzfarbton erhalten und die Fläche wirkt länger frisch. Allerdings ist dieser Anstrich regelmäßig zu wiederholen, typischerweise einmal jährlich. Verschmutzungen kann man mit Wasser und einer Wurzelbürste reinigen. Einen Dampfstrahler sollte man bei Holz nicht verwenden, da dies die Oberfläche schädigt. Fragen nach Krümeln, die zwischen den Dielen nach unten fallen, kann ich nur mit einem Schulterzucken beantworten: das passiert. Probleme mit Mäusen oder anderen Kleintieren, die es sich unter dem Holzdeck in den Zwischenräumen der Unterkonstruktion gemütlich machen, kenne ich von meinen Kunden nicht. Gärtner und Schreinern erzählen solche Geschichten und es ist wohl nicht auszuschließen.

Die Lebensdauer: Neben Harthölzern zeigen auch thermisch behandelte heimische Hölzer eine relativ lange Lebensdauer. Dennoch ist eine gut gebaute Steinterrasse wohl langlebiger als eine Holzterrasse.

Wer sich an den genannten Aspekten nicht stört, kann viel Freude an dem Material haben. Nach der grundsätzlichen Entscheidung für Holz und der Wahl der Holzart, sind nun nur noch gestalterische Fragen nach der Verlegerichtung, dem Fugenbild und der Art der Verschraubung zu klären.


Showroom im Außenbereich mit Sitzwürfeln aus gebranntem Ton von der belgischen Manufaktur AtelierVierkant

Sommerliches Get-Together in Starnberg

Interior-Design trifft Garten-Design

Get-Together-Event in Starnberg

Bei schönem Sommerwetter trafen sich gestern Designinteressierte und Wohnbegeisterte im Starnberger Bahnwärter-Häuschen.

Die Interior-Designerin Beate Mühling stellte in Ihrem Showroom und dem Außenbereich neue Materialien, ungewöhnliche Gestaltungsideen und schöne Möbel vor. Wissen Sie, wie sich eine aus Papierfaden gestrickte Tagesdecke anfühlt?

Die Gartendesignerin Christiane von Burkersroda präsentiert aktuelle Gartenprojekte und Ideen zur Gestaltung ansprechender Außenräume. Der zurückhaltend schlicht gestaltete Außenbereich des Bahnwärter-Häuschens bot dafür die ideale Kulisse.

In den liebevoll renovierten Räumen und im Garten informierten die Gäste sich im Gespräch über die neuesten Design Trends für Drinnen und Draußen. Dabei wurden Informationen und Ratschläge ausgetauscht und die beiden Designerinnen erläuterten Ihre Arbeitsweise. Ihren persönlichen Designstil präsentierten Beate Mühling und Christiane von Burkersroda in Dai-Shows. Am Materialtisch überzeugten die Gäste sich selbst von der Spannung, die durch unterschiedliche Strukturen und Materialien entstehen kann: harte und weiche Stoffmuster lagen neben Materialmustern mit feinen und rauen Oberflächen.

Für Fragen zur stimmungsvollen Beleuchtung stand der erfahrene Lichtplaner Heiko Rabe als Ansprechpartner und Ideengeber zur Verfügung. Von seinem Stil konnten sich die Gäste in den Innenräumen und später am Abend auch im Garten überzeugen.

Das Catering des Murnauer Café Florentina versorgte die Gäste mit frischen Kuchen, würzigen Quiches und erfrischenden Sommergetränken.


Eingangsbereich zu Beate Mühling Interior Design in Starnberg

Get-Together am 24.07.2014

Get-Together am 24. Juli 2014

„Von Drinnen nach Draußen“ – Innenarchitektur trifft Gartendesign

Gerne laden wir Sie zu unserem gemeinsamen Get-Together-Event ins Bahnwärter-Häuschen in die Josef-Jägerhuber-Straße 19 in Starnberg ein für

Donnerstag, den 24. Juli 2014, ab 16:00 Uhr bis 21:00 Uhr

Während dieser Zeit stehen Ihnen die Interior Designerin Beate Mühling und die Gartendesignerin Christiane von Burkersroda im Rahmen eines kleinen Sektempfangs für Fragen zur Verfügung. Die Designerinnen erläutern Ihnen den Beratungs- und Planungsprozess, stellen ausgewählte Projekte vor und diskutieren mit Ihnen aktuelle Design-Trends und Entwicklungen.

Wir bitten Sie, sich für diese Veranstaltung bis zum 21. Juli 2014 anzumelden. Gerne können Sie Ihre Freunde oder Nachbarn mitbringen oder die Einladung an sie weiterleiten.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!


Münzen liegen auf Geldscheinen.

Was kostet mein Garten

Was kostet mein Garten?

Überschlägige Kostenabschätzung zur Neuanlage eines Gartens

„Was wird das ungefähr kosten? Wir haben 10.000 € im Kreditrahmen für den Garten vorgesehen.“ Noch bevor die Anforderungen der zukünftigen Gartenbesitzer feststehen oder ein Gartenentwurf ausgearbeitet wurde, stellt sich für Bauherren die Frage nach den Baukosten des Gartens.

Eine erste Abschätzung ohne einen vorliegenden Entwurf kann nur einen groben Anhaltspunkt bieten. Es gibt zwei Möglichkeiten für diese Abschätzung. Die eine orientiert sich an der Bausumme des Hauses. Von dieser ausgehend kann man mit Baukosten für die Gartenneuanlage in Höhe von 12 % – 18 % dieser Bausumme rechnen. Abhängig vom Schwierigkeitsgrad und den Anforderungen bewegt man sich an diesem oder jenem Ende der Bandbreite. Ein ebener, gut zugänglicher Garten mit hohem Anteil von Rasenflächen und Pflanzung von Junggehölzen liegt entsprechend am unteren Ende. Ein kleiner Garten am Hang, der schwer zugänglich ist, verhältnismäßig wenig Rasenfläche aber umfangreiche bauliche Maßnahmen erfordert, liegt entsprechend eher am oberen Rand dieser Bandbreite.
Die andere Möglichkeit zur ersten Abschätzung geht von Kosten pro Quadratmeter Gartenfläche aus. Im Fall des beschriebenen einfachen Gartens kann man mit Kosten ab 150 € pro Quadratmeter rechnen. Bei komplexeren Grundstücken und Anforderungen und auch bei kleinen Gärten erreicht man schnell Kosten von 300 € pro Quadrat und darüber hinaus.

Regionale Unterschiede haben einen Einfluss auf die Kosten. Durch eigenes Engagement kann man die Kosten ebenso reduzieren, wie man sie mit der Auswahl von nahezu ausgewachsenen Pflanzen oder hochwertigen Materialien steigern kann. Insofern bietet die Abschätzung nur einen groben Anhaltspunkt. Eine frühzeitige Betrachtung der Kosten für die Außenanlagen ist in jedem Fall empfehlenswert. Denn mit 10.000 € kommt man nicht weit.


Frühlingsblüher in Weiß und Blau

Frühlingsgarten in Weiß und Blau

Pflanzkombination für den Frühlingsgarten

Blütenpracht in Weiß und Blau

Die reinweißen Blüten der Gefüllten Vogel-Kirsche strahlen in üppiger Fülle. Dieser Kleinbaum, der im Herbst nochmals mit einer schönen Laubfärbung die Aufmerksamkeit auf sich zieht, bildet eine lockere Krone für die Unterpflanzung mit Stauden. In diesem Frühjahr blüht zeitgleich zur Vogel-Kirsche die Stern-Magnolie. Da es in diesem Frühjahr mild und trocken war, konnte man die Blüten, die einen angenehmen Duft verströmen, ungewöhnlich lange genießen. Das hellblau blühende Kaukasus-Vergissmeinnicht kommt gut unter diesen Gehölzen zurecht. Es bildet nach der Blüte mit seinen großen Blättern einen dichten Teppich, der bis zum Frost ansehnlich bleibt. Ein Hingucker ist das Tränende Herz, das sich in leuchtendem Weiß schön vom Hellblau des Kaukasus-Vergissmeinnichts abhebt. Weiße Tulpen ergänzen das Ensemble. Ich verwende gerne die spät blühende Viridiflora-Tulpe ‚Spring Green’, da die langlebig ist, sogar Halbschatten verträgt und mit ihren elfenbeinfarbigen, grün gefiederten Blüten ansprechend wirkt.


Blick auf den Buchsbaum-Garten im Frühlingsflor

Vorfrühling auf dem Weihenstephaner Berg

Vorfrühling auf dem Weihenstephaner Berg

Frühlingsrundgang durch die Weihenstephaner Gärten

Nach ungewöhnlich mildem und trockenem Frühlingswetter fand die diesjährige Frühlings-Führung nun ausgerechnet an dem ungemütlichsten Tag der ganzen Woche statt. Ein kleiner Kreis von Mitgliedern des Freundeskreis Weihenstephaner Gärten e.V. trotzte Regen, Wind und Kälte und ließ sich gerne von Frau Ulrike Leyhe durch die Gärten führen.

Jedes Jahr gibt es dabei etwas Neues zu entdecken und Veränderungen wahrzunehmen. Dieses Jahr überraschte der Buchsgarten – allerdings ohne Buchseinfassungen. Der gefürchtete Buchsbaumpilz hat inzwischen auch hier zugeschlagen und den Einfassungsbuchs so stark befallen, dass nur drastische Maßnahmen vielleicht noch eine Chance auf Erholung bieten. Die Einfassungen wurden in mühseliger Handarbeit komplett bodennah zurückgeschnitten. Angefallenes Laub und der Gehölzschnitt wurden entsorgt. Ebenso wurde der Kies der Wege vollständig ausgetauscht. Mit diesen Maßnahmen werden hoffentlich verbleibende Pilzsporen beseitigt und ein Befall der großen Buchsbaum-Kugeln verhindert. Wir sind gespannt, wie es hier im nächsten Frühjahr aussieht.

Anschließend führte Frau Leyhe die Gruppe in den Oberdieckgarten. Hier haben die Narzissen sichtbar von dem vergangenen feuchten Jahr profitiert und zeigen, dass manche Sorten gut zum Verwildern geeignet sind. Die großkronigen Narzissen blühen in einem einzigen Meer aus zartem cremeweiß im Kontrast mit den tiefblauen Hyazinthen.


Gartenplanung, Gartenarchitektur, Planung

Aktuelle Seminare für Gartenplanung

Aktuelle Seminare für Gartengestaltung

Aktuell: Workshops “Einführung in die Gartenplanung”

Wie jedes Frühjahr biete ich dieses Jahr auch wieder über die Münchner Volkshochschulen einen ganztägigen Workshop “Einführung in die Gartenplanung” an. Im überwiegend theoretischen Teil am Vormittag bestimmen die Kursteilnehmer ihren eigenen Gartenstil und legen die Anforderungen an den Garten fest. Darüberhinaus wird eine Methode zur Erstellung eines Gartenplans vorgestellt, die in kleinen praktischen Übungen gleich eingeübt wird. Im zweiten Teil am Nachmittag entwerfen die Kursteilnehmer selber ihren eigenen Garten auf Basis des am Vormittag Gelernten und Erarbeiteten.

Der Workshop richtet sich an Gartenbesitzer, die ihren Garten neu anlegen möchten oder bereit sind in umzugestalten.


Innenansicht des neuen Büros

Umzug des Planungsbüros

Umzug des Planungsbüros

Umzug in neue Räumlichkeiten zum Januar 2014

Zum Jahresbeginn 2014 ist das Planungsbüro in neue Räume im Business Center in Höhenkirchen gezogen. Mit der sehr guter Ausstattung an Besprechungs- und Seminarräumen, offener Cafeteria und angeschlossenem Kasino und Restaurant kann ich Kunden und Geschäftspartner nun großzügig empfangen. Die gute Raumbeleuchtung ist ideal zum Entwerfen, die verkehrsgünstige Lage direkt am Autobahnring ist ideal, um meine Kunden und Baustellen im Großraum München schnell zu erreichen.


Blüte der Iris pallida in hellviolett.

Frühsommer 2013 in den Weihenstephaner Gärten

Frühsommer 2013 in den Weihenstephaner Gärten

Eine Führung durch den Staudensichtungsgarten

Wie kann man besser ins Wochenende starten als mit einer Abend-Führung durch den Weihenstephaner Staudensichtungsgarten?

Prof. Hertle, der wissenschaftliche Leiter der Gärten, führte die zahlreich erschienenen Mitglieder des Freundeskreises durch die Gärten. Wie schon so oft parlierte er auf charmante und gleichzeitig sehr informative Weise über das späte und sonnenarme Frühjahr, den starken Regen der vorangegangenen Tage, Pläne für den erforderlichen Neubau des Steingartens und vieles mehr.

Standen in anderen Jahren zu dieser Zeit die Pfingstrosen-Hybriden und Sorten bereits in voller Blüte, so zeigten nur die früher blühenden Bauerngarten-Pfingstrosen (Paeonia officinalis) ihre Farbenpracht. Die Chinesischen Pfingstrosen lassen heuer noch auf sich warten. Dafür erfreuten sich andere Pflanzen des feuchten Wetters. Funkien zeigen sich mit üppiger Blattmasse von ihrer besten Seite. Auch die Wiesen-Iris ist in diesem Jahr ausgesprochen üppig.

Viel Bewunderung und Nachfrage fanden die Japanischen Schneebälle, die von der Gehölzsichtung im Sichtungsgarten verblieben sind. Insbesondere der Viburnum plicatum ‚Cascade’ begeisterte die Mitglieder des Freundeskreises. Diesen Strauch sollte man nur in größeren Gärten verwenden, da er mit seinem breiten, etagenförmigen Habitus nur in Einzelstellung seine volle Wirkung entfalten kann. Mit weißer Blüte im Juni, rotem Beerenschmuck und einer prachtvollen Laubfärbung ist er einer der großartigen, ganzjährig interessanten Gehölze für den Garten, so erläutert Prof. Hertle. Wenn man den Japanischen Schneeball schneidet, dann nur ganz zurückhaltend und nach der Blüte, so dass der malerische Habitus erhalten bleibt. Ebenfalls empfehlenswert sei V.p. ‚Lanarth‘.