Die gefüllte Blüte der Anemone japonica'Margarete' zeichnet sich durch eine dunklere Blütenfarbe aus.

Pflanzenfavoriten für den Spätsommergarten

Pflanzenfavoriten im Spätsommer-Garten

Herbst-Anemonen in üppiger Blütenfülle

Auf der Suche nach pflegeleichten und filigranen Pflanzen kommt man an den unterschiedlichen Herbst-Anemonen nicht vorbei. Sie gehört mit ihrer Leichtigkeit, den über der Pflanzung schwebenden Blüten sicherlich zu den schönsten Pflanzen des Spätsommers im Garten.

Trotz ihres leichten Erscheinungsbildes sind die Pflanzen sehr robust. Manche zeichnen sich sogar durch einen üppigen Ausbreitungsdrang aus. Am besten stehen sie an einem sonnigen Standort, dann erfreuen sie uns mit einer reichen Blütenfülle. Je schattiger der Standort ist, umso weniger üppig fällt die Blütenpracht aus. Gut dazu passen alle Pflanzen, die ähnliche Standortbedingungen benötigen, beispielsweise der – giftige – Eisenhut oder Farne, Astrantia major, die Sterndolde, oder das Japan-Waldgras (Hakonechloa macro). Als etwas größerer Pflanzpartner kommt auch der Wald-Geißbart (Aruncus dioicus) gut zur Geltung.

Mir gefällt auch die Eigenschaft dieser Pflanzengruppe, dass bereits früh im Jahr das Laub austreibt und eine grüne Decke über dem Erdboden bildet. Unkräuter habe ich in solchen Pflanzungen bisher nicht gesehen.


Die Wiederholung bringt den Design-Effekt: drei schwarze Wasserwürfel im Garten

Wasserwürfel im Garten

Wasser im Garten

Leise plätscherndes Wasser blendet Nebengeräusche aus

Leise vor sich hin plätscherndes Wasser, wie es aus diesen drei anthrazitfarbenen Wasserwürfeln aus Metall blubbert, übertönt Umgebungsgeräusche. Auf diese Weise werden die nachbarlichen Gartengeräusche ausgeblendet, das Gespräch auf der Terrasse nebenan tritt in den Hintergrund.

Auf viele Menschen wirkt das Geräusch von plätscherndem Wasser zudem sehr beruhigend. So sagte mein Kunde, dass er nun im Garten sitzen und sich entspannen könne, da er andere Umgebungsgeräusche nicht mehr wahrnähme.

Für die Gestaltung von Wasserelementen mit bewegtem Wasser gibt es viele Möglichkeiten. Diese drei Würfel sind modern und unterstreichen einen klaren, zeitgemäßen Stil. Das Metall kann man in allen RAL-Farben dem jeweiligen Gartenstil anpassen. Nachts werden die Sprudler mit warmweißen Licht beleuchtet und bieten dem Auge auch bei Dunkelheit einen Blickpunkt.


Die Blütenbälle der Hortensie (Hydrangea arborescens'Annabelle') strahlen in klarem Weiß.

Gestaltung mit Pflanzen - Form und Farbe

Gestaltung mit Pflanzen - Form und Farbe

Hydrangea arborescens ‘Annabelle’

Die üppig blühenden Hortensien bezaubern mit ihren weißen Blütenbällen. Die klare Form und Farbe dieser Blütensträucher ermöglichen dem Designer eine Bandbreite von gestalterischen Einsatzmöglichkeiten.

Als Gruppe vor einer dunklen Eiben-Hecke gepflanzt sind die Sträucher auch in den späten Abendstunden noch ein Hingucker. Hier wird der starke Farbkontrast effektiv eingesetzt. Bei der Verwendung mit anderen kugelförmigen Elementen kann der Designer auch auf die Harmonie der Form setzen, wie es im Beispiel mit den Kugeldisteln oder Leuchtobjekten geschieht.

In jedem Fall strahlt das klare Weiß der Blütenbälle in der Dämmerung. Während andere Bereiche des Gartens schon im Dunkeln liegen, wird das Auge zu diesen Sträuchern hingezogen. Dabei profitieren die Pflanzen von regenfreien Tagen. Die Blüten sind reinweiß und haben keine braunen Flecken. Häufig sieht man nach Regenfällen die Zweige stark zum Boden geneigt, da das Regenwasser an den Blüten hängen bleibt und diese mit dem Gewicht nach unten zieht. Pflanzenringe aus unauffälligem Metall schaffen Abhilfe. Während Trockenperioden müssen die Hortensien gut gewässert werden, sonst lassen sie schnell die Blätter hängen. Der starke, bodennahe Rückschnitt im vorangegangenen Herbst hat ebenfalls zu der üppigen Blütenpracht beigetragen.

Ein Hingucker für mannigfaltige Gartensituationen ist diese Hortensie. Gäste dieser Gärten staunen über die prächtigen Sträucher.


Der Lichtplaner Heiko Rabe im Gespräch mit den Gästen am Büfett.

Get-Together in Starnberg

Interior-Design trifft Garten-Design 2015

Diesjähriges Design-Event in Starnberg

Designinteressierte, Gartenfans und Wohnbegeisterte fanden trotz des kühlen und nassen Wetters den Weg nach Starnberg ins Bahnwärterhäuschen. Während die Gäste noch im Garten unter dem kurzfristig installierten Zeltdach empfangen wurden, fanden die ausführlichen Gespräche dann in der Wärme des Hauses statt.

Die Interior-Designerin Beate Mühling stellte in Ihrem erweiterten Showroom Textilien, Dekorstoffe, Teppiche, ungewöhnliche Gestaltungsideen und individuelle Möbelstücke vor. Die Gäste nutzten die Gelegenheit, die Materialien vor Ort zu erfühlen, die Haptik und Verarbeitung unter die Lupe zu nehmen und die Möbel auszuprobieren. Im Kellerraum bot sich die Möglichkeit die Teppichkollektion anzusehen.

Für Gestaltungsthemen rund um den Garten und den Außenbereich stand die Gartendesignerin Christiane von Burkersroda zur Verfügung. Sie präsentierte aktuelle Projekte und beriet die Kunden hinsichtlich allgemeinen Gestaltungsthemen, Belagsmaterialien, die als Muster ausgestellt wurden, sowie Gestaltungsmöglichkeiten mit ausgewählten Accessoires. Andere Gäste wiederum erkundigten sich nach den Abläufen und den Kosten eines Gartenprojektes. Alle Fragen wurden ausführlich diskutiert und so ergaben sich interessante Gespräche.

Ergänzend zu den beiden Designerinnen stand der Lichtplaner Heiko Rabe als Ansprechpartner und Ideengeber zur Verfügung. Sowohl in den Innenräumen als auch im Außenbereich konnten die Gäste sich Beleuchtungslösungen vor Ort ansehen.


Der

Get-Together Starnberg 2015

Get-Together am 21. Mai 2015

„Von Drinnen nach Draußen“ – Innenarchitektur trifft Gartendesign

Gerne laden wir Sie zu unserem gemeinsamen Get-Together-Event ins Bahnwärter-Häuschen in die Josef-Jägerhuber-Straße 19 in Starnberg ein für

Donnerstag, den 21. Mai 2015, ab 16:00 Uhr bis 20:00 Uhr

Während dieser Zeit stehen Ihnen die Interior Designerin Beate Mühling und die Gartendesignerin Christiane von Burkersroda im Rahmen eines kleinen Sektempfangs für Fragen zur Verfügung. Die Designerinnen erläutern Ihnen den Beratungs- und Planungsprozess, stellen ausgewählte Projekte vor und diskutieren mit Ihnen aktuelle Design-Trends und Entwicklungen.

Wir bitten Sie, sich für diese Veranstaltung bis zum 19. Mai 2015 anzumelden. Gerne können Sie Ihre Freunde oder Nachbarn mitbringen oder die Einladung an sie weiterleiten.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!


Dichter-Narzissen auf der naturhaften Rasenfläche

Frühjahr 2015 Staudensichtungsgarten Weihenstephan

Stauden und Gehölze

Frühjahrsführung durch den Weihenstephaner Staudensichtungsgarten

Für die Mitglieder des Freundeskreises Weihenstephaner Gärten e.V. begann das Gartenjahr mit der Führung durch den Weihenstephaner Staudensichtungsgarten mit Professor Dr. Bernd Hertle. Bei herrlichem Frühlingswetter führte der Rundgang durch Pflanzungen gemäß dem Lebensbereich Gehölzrand und Gehölze, d.h. Pflanzungen die im Frühjahr noch viel Licht zum Boden durchlassen, ehe die Laubkrone in den nächsten Wochen die Bodenbereiche verschattet. Einzelne Stauden und Pflanzkombinationen wurden von Professor Hertle vorgestellt.

Eine sehr weite Standortamplitude weist die Bergenie auf. Sie verträgt nicht nur Halbschatten, sondern kommt auch mit Sonne oder Schatten zurecht. Auch hinsichtlich des Bodens ist sie wenig anspruchsvoll, von sauer bis alkalisch, auch Trockenheit verträgt sie relativ gut. Man muss sich an die fleischigen Stängel, ledrigen Blätter und groben Blüten gewöhnen. Aber gerade in trockenen halbschattigen Gehölzrandsituationen ist sie gut verwendbar, zumal sie je nach Sorte wintergrün ist. Als Blattschmuckstaude ist sie gut einsetzbar.
Traubenhyazinthen müssen wie die meisten Geophyten en masse gepflanzt werden, um so eine schöne Wirkung zu zeigen, wie in Kombination mit dem gelbgrünen Austrieb des Japan-Goldbrandgrases. Sie eigenen sich ideal zur Unterpflanzung am Gehölzrand. Die noch fehlende Belaubung der Gehölze bietet ihnen genügend Licht. Der Standort sollte nur nicht zu feucht sein.
Eine geringe Pflanzenauswahl gibt es für den Bereich trockener Schatten. Doch auch die Lösung mit Immergrün und dem Fächerwacholder sieht ansprechend aus und ist robust und pflegeleicht. Aber auch das Kaukasus-Vergissmeinnicht (Brunnera macrophylla) ist eine sehr dankbare und pflegeleichte Staude, die erstaunlich viel Trockenheit verträgt.
Interessant ist die Wandlung im Verlauf der Jahreszeiten des Schildblatts. Sieht es zu dieser Jahreszeit nackt und kahl und wenig ansehnlich aus, so blickt man im Sommer auf eine schöne Fläche, die von rundem, handtellergroßen Blattschmuck bedeckt wird. Das Schildblatt benötigt aber ausreichend Feuchtigkeit und sollte nicht zu schattig stehen.
Auch ohne Blüten lassen sich ansprechende Bepflanzungen zaubern, wie man an den aufstrebenden Trieben des Farns und der Funkie sehen kann. Die unterschiedliche Textur hat ebenfalls jeweils eine ganz eigene Wirkung.

Gegen Ende des Rundgangs zeigte sich die mit Dichter-Narzissen durchsetzte Wiese in voller Pracht, sehr zur Freude der Teilnehmer.


Poster der Giardina, der Gartenmesse in Zürich, 2015

Giardina 2015

Giardina 2015 - Gartenmesse in Zürich

Eindrücke von der Indoor-Gartenmesse

Wenn man die Giardina 2015 in Zürich als Indikator für die Trends im Privatgarten ansieht, dann sind folgende Themen 2015 angesagt:

  • Wetterfeste, leichte und filigrane Möblierung gehobener Ausstattung
  • Sitzlandschaften in leichter Ausführung mit wetterfesten Polstern
  • Solitärgehölze, die beleuchtet als Blickpunkt eingesetzt werden
  • Immergrüne Bepflanzung in Form von Hecken und Solitärgehölzen
  • Vertikale Wände für den exklusiven Privatgarten
  • Ausstattung mit hochwertigen Objekten wie Küchen, Außensauna oder Feuerstellen und Gasgrills

Wie auch in den vergangenen Jahren sind Wasserelemente nach wie vor in unterschiedlichsten Ausführungen zu sehen. Hinsichtlich der Belagsmaterialien waren sehr viele Kies- und Splittflächen zu sehen, was vielleicht eher den Möglichkeiten des Messebaus zuzuschreiben ist.
Auch die bequeme Gartenpflege ist ein wichtiges Thema mit Mährobotern jeglicher Größe und Couleur für kleine und große Rasenflächen. Und auch Bewässerungsanlagen stellen unterschiedlichen Anbietern vor.


Buchsbaumhecke mit Raureif überzogen

Winteraspekte im Garten

Winteraspekte im Garten

Pflanzenauswahl für einen winterlichen Garten

„Ganzjährig interessant“ ist neben „pflegeleicht“ eine häufig genannte Anforderung im Rahmen der Gartenneuanlage oder Gartenumgestaltung. Aber wie schafft man es, dass ein Garten ganzjährig interessant ist?

Ein solcher Garten bietet auch in der grauen Jahreszeit überraschende und ansprechende Ausblicke. Ein gutes Grundgerüst aus räumlichen Strukturen wird mit Hecken, Mauern, Treppen oder Pergolen geschaffen. Es bildet die Basis und ist die wichtigste Voraussetzung für einen ganzjährig ansprechenden Garten. Die dezente Ausleuchtung der Räume oder ausgewählter Bereiche und die Sicherheitsbeleuchtung sind während der dunklen Jahreszeit ein weiterer wesentlicher Aspekt. Dann erst kommt eine Pflanzenauswahl, die mit verschiedenen Gestaltungsmerkmalen für Glanzpunkte in der winterlichen Tristesse sorgt. Pflanzen mit immergrünen Blättern, einer interessanten Rindenstruktur, lange ansehnlichen Samenstände oder winterlichem Blütenschmuck können gezielt eingesetzt zu solchen Glanzpunkten werden. Dabei sollten sie sich nicht gegenseitig die Schau stehlen. Auch für den winterlichen Garten gilt das Gestaltungsprinzip „Weniger ist mehr“. Entlang des Gartenwegs oder in der Blickachse eines viel genutzten Fensters reicht ein einziger, beleuchteter malerischer Strauch, um den gewünschten Effekt zu erzielen.

Was ist bei der Pflanzenwahl zu beachten? Die klimatischen und Standortbedingungen definieren das Spektrum möglicher Pflanzen. Darüberhinaus befürworte ich immer eine Durchgängigkeit und Einheitlichkeit im Stil. Ein nahtloser Übergang vom Herbst in den Winter und dann weiter in das Frühjahr wird auch durch die Farbzusammenstellung erreicht. Passt eine gelb blühende Zaubernuss mit frühen Tulpen in Gelb- und Orangetönen nicht wunderbar? Für früh blühenden Zweibelpflanzen in weiß, rosa und pink würde ich in der kühlen Farbpalette bleiben und diese mit dem Winter-Schneeball kombinieren.


Schematische Darstellung für den Ablauf einer Gartenplanung (Erfahrungswert für die Neuanlage eines 300 - 1.000 qm großen Privatgartens mit mittlerem Schwierigkeitsgrad)

Ablauf Gartenplanung

Ein Garten entsteht, Ablauf einer Gartenplanung

Gartenplanung von der ersten Idee bis zum fertigen Garten

Ein schön angelegter und gut geplanter Garten bietet von Beginn an viel Lebensqualität für die Hausherren, ihre Familie und Freunde. Wie viel Zeit muss man für die Planung und Umsetzung im Vorhinein veranschlagen?

„Unser Garten soll modern und pflegeleicht sein, mit Beleuchtung und einem Wasserelement.“ So oder ähnlich beginnen viele Erstgespräche mit angehenden Gartenbesitzern. Manche der Bauherren haben bereits genaue Vorstellungen, was „modern“ oder „pflegeleicht“ für sie bedeutet. Andere Bauherren beginnen mit dem Erstgespräch, sich über die Gestaltung ihres Gartens Gedanken zu machen. Entsprechend dauert die Konzept-Phase auch unterschiedlich lang. Zwei bis drei Monate dafür einzuplanen ist durchaus realistisch. Nutzungskonzept, Concept-Board und Vorentwürfe werden ausgearbeitet und präsentiert, diskutiert und verfeinert, Perspektivzeichnungen werden skizziert und erste Materialien bemustert. Entscheidungen werden diskutiert, überdacht und gefällt – und schließlich steht der Master Plan.

In der Detaillierungs- und Ausschreibungsphase wird der Garten nun gedanklich gebaut. Jeder Stein wird versetzt, jede Fuge und Stoßkante festgelegt. Die Pflanzplanung findet in dieser Phase statt und kann nach Anspruch und Gartengröße einfach oder aufwendig werden. Ebenso werden konstruktive Elemente wie Sichtschutzzäune oder Gartenhäuser geplant. Belagsmaterialien, Fugenmaterial und Verfugung werden abschließend bestimmt, um nur einige Punkte zu nennen. Der Planer stellt das Leistungsverzeichnis zusammen und stimmt es mit den Bauherren ab. Nach weiteren zwei, drei Wochen liegen die Angebote vor, der Bauherr erteilt den Auftrag.

Damit beginnt die Phase der Realisierung. Eine Vorlaufzeit für den Ausführungsbetrieb von vier bis zu zehn Wochen nach Auftragserteilung kann angemessen sein, zumindest derzeit im Raum München. Lieferzeiten selbst für „gewöhnliche“ Materialien wie Betonsteine können schnell die üblichen drei Wochen übersteigen. Verschiedene Faktoren beeinflussen die Dauer der Bau- und Pflanzarbeiten:

  • Schwierigkeitsgrad
  • Zugänglichkeit
  • Größe des Gartens
  • Witterung
  • Unvorhersehbares

Eine Bauzeit von zwei bis drei Wochen bis zu zwei bis drei Monaten ist durchaus üblich. Dazu kommt dann die Pflanzarbeit, die unter Umständen erst in der folgenden Vegetationsperiode stattfindet.

Weitere Faktoren haben einen Einfluss auf die Gesamtprojektlaufzeit:

  • Verfügbarkeit und Vorlaufzeit des Planers
  • Verfügbarkeit der Bauherrn
  • Urlaube und Feiertage
  • Verfügbarkeit und Vorlaufzeiten der Fachbetriebe
  • Lieferzeiten von Materialien
  • Pflanzzeit
  • Witterungsverlauf

Daher sind die obigen Ausführungen als Richtwert zu verstehen. Es gibt Gartenprojekte mit kürzeren und längeren Projektlaufzeiten.