BUGA Heilbronn 2019 – Trends und Eindrücke
BUGA 2019 in Heilbronn - Trends und Eindrücke
Schattenspender auf der BUGA 2019 in Heilbronn
In sechs sogenannten Regionengärten werden auf der BUGA Heilbronn 2019 Gartensituationen vorgestellt, die Inspirationen für Privatgärten liefern. Diese Gärten stellen sechs Regionen aus Baden-Württemberg unter der Verwendung von spezifischen Materialien oder Pflanzen vor.
Neben dem Einsatz regionaltypischer Materialien wie Muschelkalk aus Franken oder Holz für die Region Nord-Schwarzwald wurden auch interessante Layouts inszeniert und ansprechende Gartenräume mit Aufenthaltsqualität geschaffen. Dazu trägt das Element Wasser bei, das in allen Gärten vertreten war: als Teich, als Swimmingpool, als Wasserlauf oder Wasserbecken. Gerade an heißen Tagen wirkt das Element immer erfrischend, sobald man sich in seiner Nähe aufhält.
Ein weiteres wesentliches Element war die Schaffung von Plätzen im Schatten. Mehrstämmige Gehölze wie Magnolie, Blumen-Hartriegel oder Etagen-Schneeball kamen in verschiedenen Gärten zum Einsatz. Die Pergola aus Aluminium-Schaum zeigte innovatives Material und bot gegen die Sonne und Hitze einen guten Schutz. Aber auch der klassische Sonnenschirm wurde hier als Tulpenschirm in neuem Kontext integriert.
An diesem vollsonnigen Tag wurden die Schattenplätze aufgesucht. Sie bieten gerade unter den lichten Gehölzen ein herrliches Kleinklima und Schutz vor der Sonne.
Gartenparadies in CUBE 01 2019
Gartengestaltung klassisch und zeitlos interpretiert
Veröffentlichung in CUBE, dem Münchner Magazin für Architektur
Der zeitlos klassische Nymphenburger Villengarten wird im aktuellen CUBE Magazin präsentiert. In der Ausgabe 01 2019 von CUBE lesen Sie, wie der Garten auf verschiedenen Ebenen mit Terrassen, Rasen- und Hofflächen gestaltet wurde.
Auf der Projektseite Villengarten in München-Nymphenburg finden Sie weitere Informationen zu der Gartengestaltung.
Gartengestaltung im New Bavarian Style
Gartengestaltung im New Bavarian Style
Publicity im Magazin für Architektur und Design
Der Familiengarten am Starnberger See wird in einem Artikel des Magazins für Architektur und Design vorgestellt. In der Ausgabe 02 2019 von HÄUSER lesen Sie, wie der Garten aus dem Haus heraus harmonisch entwickelt wurde.
Auf der Projektseite Familiengarten mit Swimmingpool finden Sie weitere Informationen zu der Gartengestaltung.
Aus dem Alltag eines Gartendesigners (Teil II)
Aus dem Alltag eines Gartendesigners - Teil 2
Im Wettbewerb: “Gärten des Jahres”
Zu Beginn meiner Karriere als Gartendesigner war es mein größter Wunsch, mit einem Garten in einem Buch oder einer Zeitschrift präsentiert zu werden. Unerreichbar, wie es damals schien.
Heute denke ich mit einem Lächeln an das vergangene Frühjahr, als ich Gartenfotos aufnahm, die ich bei dem Wettbewerb “Gärten des Jahres” einreichen wollte. Die Gartenbaufirma sollte ein paar Tage zuvor zur Vorbereitung kommen. Nun war sie am selben Tag zur Pflege vor Ort und arbeitete um mich herum. Der sehr engagierte Gartenbesitzer half mit und fegte mit dem Besen vor mir und meiner Kamera her. Ich versuchte mich mit der Kamera und dem Licht, den Geräten und Menschen im Garten zu arrangieren.
Der Einsatz wurde belohnt. Der zeitlos klassische Villengarten mit mehreren Terrassen wurde ausgewählt. Er zählt zu den 50 schönsten Privatgärten, die der Callwey-Verlag mit seinem Wettbewerb “Gärten des Jahres 2019” kürt. Vielen Dank an den Gartenbesitzer und den Ausführungsbetrieb Sechser Landschaftsbau GmbH, die dies mit ihrer Arbeit ermöglicht haben.
Weiterführende Informationen zum Wettbewerb und der Veranstaltung finden Sie auf Youtube und beim Callwey-Verlag.
Aus dem Alltag eines Gartendesigners (Teil I)
Aus dem Alltag eines Gartendesigners - Teil 1
Erste Ideen als Bleistiftskizzen
Bereits beim Erstgespräch mit dem Kunden und beim ersten Besuch im Garten formen sich Ideen. Richtig beginnt die Arbeit dann nach der Auftragserteilung. Ideen werden gesammelt, bewertet und verworfen. Weiterentwickelt, neu kombiniert, diskutiert und geprüft. Verfeinert.
Die ersten Ideen sammel ich auf unterschiedliche Weise. Das können kurze Stichwörter sein, Bilder oder schnelle Skizzen. Dabei greife ich auf verschiedene Medien zurück. Gerne arbeite ich gleich von Beginn an auf einem maßstäblichen Grundrissplan. Mit dem Bleistift mache ich schnelle Skizzen, um Layout-Ideen zu kreieren. Manchmal werden diese Grundrissskizzen von Ansichtsskizzen oder perspektivischen Darstellungen ergänzt. Dafür verwende ich gerne mein iPad, auf dem ich über einem Foto die Idee schnell aufskizzieren kann. So lässt sich eine Idee sehr gut bewerten. Manche Skizzen verwende ich in der Kundenpräsentation, aber im wesentlichen sind sie ein Arbeitsmittel.
Neues auf dem Weihenstephaner Berg und im Staudensichtungsgarten
Redaktion CvB
Herbst-Rundgang mit dem Freundeskreis Weihenstephaner Gärten e.V.
Die Sonne strahlt, der Himmel leuchtet wolkenlos, die Jacken liegen überm Arm. Es ist Mitte Oktober und ein ungewöhnlich milder spätsommerlicher Sonntag. Um sich auf einem geführten Spaziergang auf der Suche nach den Neuheiten der Weihenstephaner Gärten zu begeben, ist das Wetter ideal. Beim Salettl im Hofgarten startet die Gruppe unter der Führung von Prof. Dr. Bernd Hertle.
In diesem Sommer fand der Buchsbaum-Zünsler erstmalig seinen Weg in die Gärten. Bernd Hertle diskutiert Möglichkeiten, dem Schädling beizukommen. Aber mit bis zu vier Schädlingsgenerationen pro Wachstumsperiode müsste eine Dauermaßnahme stattfinden, was aus wirtschaftlichen Gründen nicht umgesetzt wird. Aber auch die wissenschaftliche Neugier bricht sich Bahn: vielleicht zeigen sich einzelne Buchsbaum-Exemplare resistent gegenüber dem Zünsler und bieten so die Basis für neue, widerstandsfähige Züchtungen.
Neu gestaltet wurde der Parterregarten, ehemals Buchsgarten, wo der Buchsbaum bereits vor einigen Jahren dem Buchsbaumpilz zum Opfer fiel. Das Parterre wurde in diesem Jahr neu gestaltet mit immergrünen Hecken, Stauden und Gräsern, die in einem modern angeordneten Parterre-Layout einen Draufsichtgarten bilden.
Der Herbstspaziergang nimmt durch das Arboretum seinen Lauf. Die Abfolge der Herbstfärbung, die mit Linden und Ahorne gerade endet, wird sich noch ein paar Wochen mit Buchen und Eichen fortsetzen. Ein Küsten-Mammutbaum, zeigt auch in Weihenstephan den Klimawandel an: er gilt als nicht frosthart in dieser Gegend, hat aber inzwischen einige Winter überstanden. Der Küsten-Mammutbaum ist der größte Baum auf der Erde.
Weiter den Hang hinunter führt der Weg neben der Allee entlang. Die Allee mit schnellwüchsigen und windbruchgefährdeten Gehölzen sehen wir nur von der Seite. Zwischen den Pappeln stehen hier Tulpenbäume, die mit ihrem großen Laubblatt eine sagenhafte Herbstfärbung zaubern. In der Ferne, jenseits der Allee leuchtet eine dornenlose Gleditschie, die Hitze gut verträgt und als neuer Stadtbaum bereits häufig innerstädtisch zu sehen ist.
Durch den Zufall wurde Baumsubstrat in der Verkehrsinsel eingebaut. Während das Lampenputzergras Pennsitum ‚Cassian Schmidt’ sehr wüchsig gedeiht, kommt die sonst so robuste Bergenien mit dem Substrat gar nicht zurecht. Auch hier wieder ein ungeplanter wissenschaftlicher Test.
Neues im Staudensichtungsgarten
Der Eingangsbereich des Staudensichtungsgarten wurde vor einigen Jahren neu angelegt. Heute strahlt in schönster Hebrstfärbung der Cercis canadensis ‚Forest Pantsy’. In die andere Richtung fällt der Blick auf Miscanthus sinensis ‚Herman Müssel’ in Kombination mit Aster ‚Pink Star’.
Der nächste Stopp ist bei der neu angelegten Staudenwiese. Trotz des trockenen Sommers kam diese Neupflanzung ohne Bewässerung aus. Der mineralische Mulch in Kombination mit einer sich gegenseitig unterstützenden Pflanzenkombination machte es möglich. Verschiedene Stauden wurden zufällig, d.h. ohne Pflanzplan, gesetzt. Auch wenn manche Arten mit ihrer Entwicklung bisher hinter den Erwartungen zurückblieben, bleibt zu beobachten, wie sich diese Staudenwiese zukünftig macht, welche konkurrenzstarken Stauden die Oberhand gewinnen und welche Arten verdrängt werden. Die Pflanzung bleibt während des Winters stehen, wird im zeitigen Frühjahr mit dem Balkenmäher gemäht. Das abgestorbene Pflanzenmaterial wird abgeräumt, nur der mineralische Mulch bleibt.
Um die Herbstfärbung nicht nur in der Höhe an den Gehölzen zu erleben, sondern auf den verschiedenen Ebenen führt der Weg an den herbstfärbenden Stauden wie beispielsweise Euphorbia palustris ‚Wallenbergs Glorie’ vorbei. Den Abschluss der Führung bildet ein Herbstbild mit den ausgezeichneten Panicum virgatum ‚Cloud Nine’; Calamagrostis acutiflora ‚Karl Foerster’ und Aster ‚Pink Star’, an dem man sich gar nicht sattsehen kann.
































